Die Strategie: Inklusion als „Ideologie“ diffamieren
Auf Landes- und Bundesebene gibt die AfD den Ton an, der in den Kommunen Echo findet. Inklusion wird dort oft als „Belastung“ für das Schulsystem geframed.
- Das Argument: Behauptet wird, dass das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung das Leistungsniveau senke.
- Die Realität: Ziel ist die Rückkehr zur Segregation, also der strikten Trennung in Förderschulen, was die Chancen auf einen ersten Arbeitsmarkt massiv verschlechtert.
Der lokale Hebel: Sparzwang und Bürokratie
In den Kommunalparlamenten zeigt sich die Ausgrenzung oft subtiler, meist unter dem Deckmantel der Haushaltsdisziplin:
- Barrierefreiheit als „Luxus“: Bei Bauvorhaben oder Sanierungen von Marktplätzen und Ämtern wird die Barrierefreiheit von AfD-Vertretern oft als zu teuer oder „ästhetisch störend“ infrage gestellt.
- Kürzung bei Sozialleistungen: Anträge für inklusive Projekte (z. B. Schulbegleiter, barrierefreie Spielplätze oder Behindertenbeiräte) werden häufig mit Verweis auf „knappe Kassen“ abgelehnt, während gleichzeitig Mittel für Repräsentationszwecke gefordert werden.
- Spaltung der Betroffenen: Besonders perfide ist der Versuch, Gruppen gegeneinander auszuspielen. Es wird suggeriert, dass Geld für Geflüchtete fehle, das man eigentlich für Menschen mit Behinderung einsetzen könnte – nur um dann bei nächster Gelegenheit gegen eben jene sozialen Leistungen für Behinderte zu stimmen.
Ein gefährliches Weltbild: Die „Kleine Anfrage“ als Waffe
Ein dokumentiertes Vorgehen der AfD auf kommunaler und parlamentarischer Ebene sind Anfragen, die nach der Herkunft von Menschen mit Behinderung fragen. Damit wird subtil ein Zusammenhang zwischen Migration und Behinderung konstruiert, was an dunkelste Zeiten der deutschen Geschichte erinnert und das Ziel verfolgt, Behinderung zu stigmatisieren.
Warum unsere Arbeit beim „Förderkreis Lichtblick“ die Antwort ist
In meiner Arbeit für den Förderkreis Lichtblick e.V. in Seligenstadt erlebe ich, was Inklusion konkret bedeutet: Ob es um die Unterstützung des Wohnprojekts geht, um Beratung oder einfach um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Seligenstadt – wir schaffen Räume, die die AfD am liebsten schließen würde.
Wenn die AfD von „Normalität“ spricht, meint sie eine Gesellschaft, in der Menschen mit Unterstützungsbedarf unsichtbar gemacht werden. Wir beim Lichtblick machen sie sichtbar, hörbar und zu einem festen Teil unserer Stadtgemeinschaft.
Fazit: Vielfalt ist keine Verhandlungssache
Wer Inklusion angreift, greift das Fundament unserer Verfassung an. Inklusion ist kein „Netto-Geschenk“, sondern ein Menschenrecht. Wenn wir zulassen, dass in unseren Städten und Gemeinden die Barrieren in den Köpfen wieder aufgebaut werden, verlieren wir alle an Lebensqualität und Menschlichkeit.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Seligenstadt eine Stadt für alle bleibt. Unterstützen Sie die Arbeit des Förderkreises Lichtblick – für eine Zukunft ohne Ausgrenzung.


