Wir sind heute hier im Bürgerhaus Froschhausen zu dieser Stadtverordnetenversammlung zusammengekommen, bei der es dieses Mal kaum etwas zum Thema „Barrierefreiheit“ zu bemängeln gibt.
Jedoch, wie wir alle wissen, ist dies in der Regel nicht der Fall.
Ausschusssitzungen finden gewöhnlich im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.
Und unser Rathaus ist fast vollständig nicht barrierefrei. Es gibt kaum barrierefreie Zugänge.Auch im Bürgerhaus Riesen gibt es erhebliche Mängel bei der Barrierefreiheit.
Dies führt dazu, dass bei Veranstaltungen in diesen Räumlichkeiten sehr viele Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen fast vollständig ausgeschlossen sind.Geschweige denn sind sie für Menschen mit anderen Beeinträchtigungen zugänglich und verständlich.
Dank der Projekte des Förderkreises Lichtblick hatten wir als Stadt sogar die Ehre, Host Town für die „Special Olympics“ zu sein und eine Delegation der kognitiv beeinträchtigten Sportler:innen aus Trinidad und Tobago zu beherbergen.Leider wurden hier nicht alle Fördermittel abgeschöpft, die es in diesem Zusammenhang für die Umgestaltung zu einer inklusiven Stadt gegeben hätte.
Auch bei der Homepage der Stadt gibt es praktisch keine Barrierefreiheit.
Offensichtlich wurde bei der Ausschreibung oder Vergabe der Erstellung oder Programmierung der Homepage dieses Problem nicht beachtet.
Und somit werden auch hier Menschen mit Sehbehinderungen oder ähnlichen Einschränkungen ausgeschlossen oder massiv daran gehindert, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.Barrierefreiheit bzw. Inklusion bildet eben viel mehr als die banale Rampe ab.
Sie muss für alle Menschen in allen Lebensbereichen ermöglicht werden.Deshalb ist es wichtig und richtig, bei der bevorstehenden „Kick-off“-Veranstaltung die Bürger:innen und Vereine einzubeziehen, ihre Probleme anzuhören, Lösungen zu erarbeiten, diese auch zeitnah umzusetzen und auf den Aktionsplan zu setzen.
Und diesen immer im Blick behalten.
Denn gerade die Bürger:innen und Vereine sind ganz nah am Thema und können von Problemen berichten, die wir oft übersehen oder gar nicht wahrnehmen.
Noch nicht wahrnehmen, denn eines Tages werden wir selbst oder im engeren Familienkreis mit dem Thema „Barrierefreiheit“ konfrontiert werden.
Ob durch das Alter oder Krankheit.
Und dann wissen wir, was zu tun wäre.Deshalb müssen wir auf die Menschen mit entsprechenden Behinderungen hören und ihre Probleme ernst nehmen.
Vielen Dank !

NEIN ! Zu dieser unsäglichen Diffamierung !
In Seligenstadt und Umgebung wird der Hass durch immer mehr herabwürdigende Plakate wiederbelebt.