Bildinformation: Kommunaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Einhardstadt Seligenstadt // Copyright: Hans-Peter Kronenberger - Alle Rechte vorbehalten

Kom­mu­na­ler Akti­ons­plan zur Umset­zung der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on in der Ein­hard­stadt Seligenstadt

Ich habe am 10. Juli 2023 meine erste Rede vor der Stadtverordnetenversammlung gehalten, um den Antrag "Kommunaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Einhardstadt Seligenstadt" zu erläutern.

Wir sind heu­te hier im Bür­ger­haus Frosch­hau­sen zu die­ser Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung zusam­men­ge­kom­men, bei der es die­ses Mal kaum etwas zum The­ma „Bar­rie­re­frei­heit“ zu bemän­geln gibt.

Jedoch, wie wir alle wis­sen, ist dies in der Regel nicht der Fall.
Aus­schuss­sit­zun­gen fin­den gewöhn­lich im gro­ßen Sit­zungs­saal des Rat­hau­ses statt.
Und unser Rat­haus ist fast voll­stän­dig nicht bar­rie­re­frei. Es gibt kaum bar­rie­re­freie Zugänge.

Auch im Bür­ger­haus Rie­sen gibt es erheb­li­che Män­gel bei der Barrierefreiheit.
Dies führt dazu, dass bei Ver­an­stal­tun­gen in die­sen Räum­lich­kei­ten sehr vie­le Men­schen mit kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen fast voll­stän­dig aus­ge­schlos­sen sind.

Geschwei­ge denn sind sie für Men­schen mit ande­ren Beein­träch­ti­gun­gen zugäng­lich und verständlich.
Dank der Pro­jek­te des För­der­krei­ses Licht­blick hat­ten wir als Stadt sogar die Ehre, Host Town für die „Spe­cial Olym­pics“ zu sein und eine Dele­ga­ti­on der kogni­tiv beein­träch­tig­ten Sportler:innen aus Tri­ni­dad und Toba­go zu beherbergen.

Lei­der wur­den hier nicht alle För­der­mit­tel abge­schöpft, die es in die­sem Zusam­men­hang für die Umge­stal­tung zu einer inklu­si­ven Stadt gege­ben hätte.

Auch bei der Home­page der Stadt gibt es prak­tisch kei­ne Barrierefreiheit.
Offen­sicht­lich wur­de bei der Aus­schrei­bung oder Ver­ga­be der Erstel­lung oder Pro­gram­mie­rung der Home­page die­ses Pro­blem nicht beachtet.
Und somit wer­den auch hier Men­schen mit Seh­be­hin­de­run­gen oder ähn­li­chen Ein­schrän­kun­gen aus­ge­schlos­sen oder mas­siv dar­an gehin­dert, am gesell­schaft­li­chen Leben teilzunehmen.

Bar­rie­re­frei­heit bzw. Inklu­si­on bil­det eben viel mehr als die bana­le Ram­pe ab.
Sie muss für alle Men­schen in allen Lebens­be­rei­chen ermög­licht werden.

Des­halb ist es wich­tig und rich­tig, bei der bevor­ste­hen­den „Kick-off“-Veranstaltung die Bürger:innen und Ver­ei­ne ein­zu­be­zie­hen, ihre Pro­ble­me anzu­hö­ren, Lösun­gen zu erar­bei­ten, die­se auch zeit­nah umzu­set­zen und auf den Akti­ons­plan zu setzen.

Und die­sen immer im Blick behalten.
Denn gera­de die Bürger:innen und Ver­ei­ne sind ganz nah am The­ma und kön­nen von Pro­ble­men berich­ten, die wir oft über­se­hen oder gar nicht wahrnehmen.
Noch nicht wahr­neh­men, denn eines Tages wer­den wir selbst oder im enge­ren Fami­li­en­kreis mit dem The­ma „Bar­rie­re­frei­heit“ kon­fron­tiert werden.
Ob durch das Alter oder Krankheit.
Und dann wis­sen wir, was zu tun wäre.

Des­halb müs­sen wir auf die Men­schen mit ent­spre­chen­den Behin­de­run­gen hören und ihre Pro­ble­me ernst nehmen.

Vie­len Dank !

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